Apfel & Quitte - Sinnbild für den Herbst

Der Herbst ist die Erntezeit im Garten. Besonders Äpfel sind in vielen Gärten zu finden auch auch vereinzelt immer wieder mehr die Quitte. Beide duften lecker und leuchten knackig an den Ästen. Wir haben uns dieses Jahr für Apfel und Quittengelee, Apfelringe und Apfelschalen-Tee, entschieden und weniger zum Backen und kochen. 


Für die Apferinge, haben wir einfach das Gehäuse mit einem Gehäuseausstecher ausgestochen, dann in dünne Ringe geschnitten, die Scheiben mit Zitrone bepinselt und dann die Ringe auf ein etwas dickeres Haushaltsgarn aufgefädelt und an einem dunklen und trocknen Ort aufgehängt für 7 - 10 Tage. Dann "geerntet" und in ein luftdicht verschliessbares Glasgefäss umgefüllt. 


Für den Apfelschalen-Tee haben wir Äpfel dünngeschält. Ein Backblech mit Backpapier ausgelegt und die Schalen daraufgegeben, sodass sie nicht aufeinander liegen. In den auf 60 Grad vorgeheizten Backofen - Umluft und ca. 4 Std. bei leicht geöffneter Backofenklappe schonend getrocknet. Danach die Schalen in ein schön dekoratives luftdichtes Glas geben und 1 - 2 Teelöffel Apfelschalen für eine Tasse mit heissem, nicht kochenden Wasser übergiessen. 


Für unsere diversen Kombinationen von Apfel- und Quittengelee haben wir beides separat ausgepresst mit einer proffessionellen Saftpresse. Es geht auch mit der Dampfgarmethode, die ist schon etwas mehr Aufwand. 


Den gepressten Saft haben wir in Glaskaraffen gefüllt und abgeckt, so das sich der Schaum oben absetzt und haben diesen dann abgefüllt. Das haben wir 3 - 4 mal gemacht, sodass wir wirklich schon einen ziemlich klaren Saft für das Gelee als Basis hatten. Vor der Verarbeitung zu Gelee haben wir beides auch noch mal aufgekocht und noch mal durchgesiebt, so dass ein wirklich sehr sehr klarer Saft das Endergebnis war. Für das ab sieben haben wir kein Mulltuch genommen sonder ein sehr feines Haar- / Pürriersieb. 


Generell haben wir noch 1:3 Gelierzucker verwendet, da Apfel und Quitte schon selbst einen relativ guten Pektingehalt haben und daher weniger Zucker einfach mehr ist. 1:3, 

heisst - 3 Teile Frucht und 1 Teil Zucker, also 3 x soviel Frucht wie Zucker oder umgekehrt. 


Apfel- und Quittengelee haben wir mit verschiedenen Aromen kombiniert und varriert, da ist alles erlaubt was duftmässig zusammenpasst oder ein gute Kombination ergibt. 


Apfelgelee Variante 1:   700 gramm Apfelsaft in einen Topf geben und 1 Stange Zimt, 2 Sternanis, ein Spritzer frische Zitrone und das Mark einer ausgekratzten Vanilleschote hinzugeben, 1 x kurz aufkochen und dann zugedeckt für 15 - 20 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Wer mag kann auch noch einen Schuss Calvados oder Obstler hinzufügen. Danach das ganze noch mal ab sieben und den so aromatisierten Saft wieder in den Topf zurück. Die entsprechende Menge Gelierzucker hinzufügen, alles durchrühren, aufkochen lassen und dann leicht sprudelnd noch ca. 4 Minuten köcheln lassen und immer wieder umrühren, damit nicht ansetzt. In der Zwischenzeit die Gläser heiss ausspülen auch den Deckel. Nach der Kochzeit direkt in die vorbereiteten Gläser umfüllen und Deckel drauf und fest zudrehen. Nach ca. 2 Minuten auf den Kopf stellen für ca. 15 Minuten, dann wieder umdrehen und kalt werden lassen. 


Mit der Quitte haben wir das gleiche gemacht, jedoch anstelle von Zitrone haben wir einen Spritzer frisch gepressten Orangensaft hinzugeben und einen Schuss Williams Birne. Alles weitere wie zuvor. 


Für eine weiteres Quittengelee haben wir getrocknete Lavendelblüten verwendet, Vanillemark und Orangenschalen, evtl. Alles haben wir mit dem Quittensaft einmal kurz aufgekocht und dann wieder etwas ziehen lassen, abgesiebt und dann wieder geliiert wie zuvor. Beim umfüllen in die Gläser haben wir ein paar Lavendelblüten für die Optik dazu gegeben. Dieses Gelee schmeckt gut zu kräftigen Käse oder als Chutney-Ersatz. Der Lavendel macht das Gelee etwas kraftvoller im Geschmack. 


Auch haben wir eine Partie Apfelgelee mit Lavendel gemacht und haben einfach ganze Lavendeldolden mit aufgekocht und dann wieder ziehen lassen, sowie Orangenschale und Vanillemark hinzugegeben.  Es geht auch nur mit Lavendel ohne Orange und Vanillemark. Aufkochen und ziehen lassen, ab sieben, geliieren. Nach dem umfüllen haben wir eine Lavendeldolde in das Gelee gegeben. Auch hier ist ein kräftiges Gelee das Ergebnis, schon intensiv im Geschmack und Duft. Aber wirklich lecker. 


Da wir noch viel Lavendel hatten haben wir uns noch für eine Lavendel-Prosecco Gelee kurzfristig entschieden. Hierfür ein Flasche trockenen Prosecco in eine Glaskaraffe umfüllen und  gut eine Handvoll getrocknete Lavendelbüten unterrühren. Abdecken und für gut 2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen. Dann das Ganze absieben und den mit Lavendel aromatisierten Prosecco auffangen in einem Topf und mit ca. 350 Gelierzucker 3:1 verrühren, aufkochen, ect. Wer mach kann auch ca. 150 ml Apfelsaft hinzufügen. Das Ergebnis hat uns voll überzeugt und die Variante hat nicht nur uns geschmeckt sondern den Probierenden auch. 


Weiteren Variationen sind keine Grenzen gesetzt. Man muss sich einfach von seiner Nase und seinem Gaumen verführen lassen. 

















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